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12.08.2009
Dem Pilz den Garaus machen
Was hilft, wenn Füße und Nägel befallen sind

VON LAIDA HADEL

Horn-Bad Meinberg. Entzündete Haut an den Füßen und zerbrechliche Fußnägel: Pilzinfektionen sind eine lästige Begleiterscheinung des Sommers. Durch den Aufenthalt in "feuchten Milieus" wie dem Freibad steigt die Ansteckungsgefahr in der warmen Jahreszeit gewaltig. Bei der Behandlung ist besonders eins vonnöten: Disziplin.

Zwölf bis 17 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland müssen sich mit so genannten Mykosen herumschlagen. Besonders bei älteren Menschen ist der schwer behandelbare Pilzbefall weit verbreitet. Fast jeder zweite über 65-Jährige ist betroffen. "Wir alle leben grundsätzlich mit Pilzsporen, durch die die Ansteckung erfolgt", erklärt Dr. Paul Nitzsche, Allgemeinmediziner in Bad Meinberg. Um einem Pilz gänzlich vorzubeugen, sei es aus diesem Grund generell wichtig, ein starkes Immunsystem aufzubauen.

Eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung ist der beste Schutz, sagt auch Dr. Lars Huneke, der in Bad Meinberg eine Praxis für Naturheilverfahren hat. Denn: "Eine zuckerreiche Ernährung ernährt immer auch den Pilz mit". Ausgewogenes Essen kann also auch die Ausbreitung eines Pilzes eindämmen.

Ist trotz verantwortungsvollem Essverhalten ein Fußpilz ausgebrochen, dauert es meist nicht lange, bis auch die Nägel betroffen sind. Dies ist der Punkt, wo ein Pilz gefährlich werden kann. Der Grund: Die Erkrankung ist hartnäckig und schwer behandelbar.

Laut Dr. Nitzsche gibt es zwei verschiedene Therapieansätze. Die verbreiteste Maßnahme zur Austreibung des Pilzes ist das medikamentöse Verfahren. "Mykotika" sind klassische Pilz-Medikamente wie "Lamisil One", die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Der Nachteil: Die Medikamente helfen oft nur vorübergehend. Nachdem der Pilz rasch ausgetrieben wurde, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Befall beim nächsten Freibadbesuch wieder auftaucht.

Eine andere Möglichkeit ist die biologische Methode. Diese sieht Pflanzenpräparate wie Salben, Fußbäder und Tinkturen vor. Doch auch bei dieser Variante besteht laut Dr. Nitzsche nur wenig Aussicht auf eine langfristige Heilung. "Eine ausschließlich biologische Therapie ohne Änderung der Lebensumstände wird keinen Erfolg bringen", so der Allgemeinmediziner. Der Patient müsse auf jeden Fall diszipliniert an seiner Ernährung arbeiten.

Dr. Joachim Triebe von der Bad-Apotheke in Bad Meinberg verweist Patienten mit Pilzinfektionen sofort zum Hautarzt. Er sieht das Problem darin, dass Leute zu spät medizinische Hilfe suchten. "Bei einer Früherkennung ist eine erfolgreiche und vergleichsweise unstrapaziöse Therapie möglich", sagt der Apotheker.

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Dokument erstellt am 12.08.2009 um 00:10:02 Uhr


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