Wie es mit der Klinik am Kurpark weitergeht, ist jetzt allein Angelegenheit der Stadt. Sie trägt künftig das wirtschaftliche Risiko. Der Landesverband bekommt weniger als die Hälfte des zu erwartenden Erlöses.
Bad Salzuflen. Darauf haben sich Schloss Brake und die Stadt in einem Mediationsverfahren geeinigt. Wie berichtet, sollen die Klinik und der benachbarte Fürstenhof für 2,5 Millionen Euro an einen Investor aus Polen gehen. Hälfte/Hälfte – so sollte der Ertrag aus einem Verkauf der Immobilien geteilt werden. Dies hatten Landesverband und Stadt bei Übernahme des Staatsbades durch die Stadt im Dezember 2002 festgelegt.
Der Landesverband bekommt nun jedoch nicht Adam Riese folgend 1,25 Millionen, sondern 750 000 Euro. Hintergund: Die Stadt hatte bei ihm eine halbe Million Euro für einen Betriebsmittelkredit, Pachten, Zinsen, Kurtaxe und anderes geltend gemacht. Dieser Forderung widersprach Schloss Brake. Nach zwei Jahren gab es jetzt den Interessenausgleich. Dieser sei, urteilen Insider, "ein für alle Seiten gutes Ergebnis": Die Stadt kann die festgeschriebene gesundheits- und kurortspezifische Nutzung des Gebäudes realisieren.
Der Investor will dort ein internationales Zentrum für Schönheitschirurgie, Implantologie und Dermatologie aufbauen sowie Gesundheits- und Wellnessreisen anbieten. Der Landesverband verbucht seinerseits einen hübschen Verkaufserlös – der für ihn allerdings nicht ganz so hübsch ist, wie er hätte sein können. Sollte der unterschriftsreife und vom Rat abgesegnete Deal mit den Polen in letzter Minute doch noch scheitern, muss die Stadt trotzdem die 750000 Euro überweisen.
Der Hauptausschuss hat dem Mediationsvergleich zugestimmt. Dass der Rat dem Beschluss kommende Woche folgt, gilt als Formsache. Der Vorbehalt der Landesverbands-Gremien hat sich nach LZ-Informationen bereits erledigt.






